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New Character - Maona Esstisch
Ein Tisch als architektonisches Statement
Maona ist ein Tisch, der Gegensätze räumlich verhandelt: Das japanische Prinzip „Ma“ als bewusst gesetzter Leerraum steht dem Fließenden und Organischen gegenüber. Stahl und Massivholz, gemeinhin als schwer und statisch gelesen, formen eine überraschend leichte, nahezu fluide Struktur, in der geometrische Präzision und organische Spannung soziale Dynamiken räumlich übersetzen.
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"Massivholz trifft auf Stahl, Masse auf Leichtigkeit. Maona spannt den Raum zwischen Skulptur und Begegnung. Seine Form übersetzt die Dynamik des Miteinanders: Dieses Wechselspiel aus Spannung und Ruhe, Bewegung und Pause, findet sich in den Linien und Flächen, die sich öffnen und wieder zueinander finden."
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Maona erzählt von zwei Prinzipien, die sich nicht widersprechen, sondern einander bedingen. Ma bezeichnet in der japanischen Ästhetik den bewussten Zwischenraum – die Pause, die Leerstelle, das Innehalten, das Dingen Bedeutung verleiht. Ona steht sinnbildlich für Bewegung, für das Fließende, Wellenartige, für Dynamik. Maona ist die Verbindung beider: ein Name, der Bewegung und Zwischenraum artikuliert. Während der präzise Spalt zwischen den Gestellwangen bewusst Leerraum schafft, Licht und Luft durchlässt und der Konstruktion architektonische Klarheit verleiht, bringen die skulptural gebogenen Wangen Dynamik und emotionale Spannung in den Entwurf. Der Zwischenraum wird so zum gestalterischen Taktgeber – ein Moment der Pause, der das Volumen gliedert und dem Tisch visuelle Leichtigkeit verleiht.
In diesem Spannungsfeld aus organischer Bewegung und geometrischer Präzision entsteht ein ausbalancierter Entwurf. Formal hält Maona Dynamik und Stille im Gleichgewicht – so wie der Esstisch selbst den Rhythmus des Miteinanders bestimmt: ein Ort für Gespräche und Pausen, für Austausch und Diskussion, für Lachen, Denken und gemeinsames Verweilen. Als Gestaltung, die soziale Dynamiken räumlich übersetzt, geht Maona damit weit über die reine Form hinaus.
Rhythm of
togetherness
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Transformation von Masse
„Die gestalterische Idee folgt einer neuen Annäherung an zwei archetypische Materialien: Stahl und Vollholz. Was gemeinhin als schwer, statisch und erdend gilt, wird bei Maona zu einer überraschend leichten, fast fluid anmutenden Gesamtkomposition, die je nach Blickachse zwischen grafischer Klarheit und organischer Weichheit oszilliert.“
Diese Idee bildet den Ausgangspunkt für einen Tisch, der die Beziehung zwischen Material und Masse neu verhandelt. Statt die Massivität von Stahl und Vollholz zu betonen, untersucht Maona, wie sich beide Werkstoffe in Bewegung versetzen lassen – formal, atmosphärisch und in ihrer räumlichen Wirkung.
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Der Prozess
Die Annäherung an die Form erfolgte über aufeinander aufbauende Studien: von der Handskizze über räumliche Modelle bis hin zum präzisen 3D-Entwurf. Im 1:1-Prototyp der Manufaktur verdichtete sich dieser Prozess zur zentralen Frage des Designs: Wie lässt sich maximale Stabilität in ein bewusst filigranes Gestell übersetzen, ohne dessen Leichtigkeit zu verlieren? Maona beantwortet diese Herausforderung mit konstruktiver Klarheit und formaler Konsequenz.
Das gebogene Stahlgestell tritt dabei nicht als technische Struktur, sondern als skulpturale Geste auf, die den Tisch trägt und gleichzeitig definiert. Da die Gestellwangen in einem bewusst ungewöhnlichen Winkel zueinander positioniert sind, verändert Maona je nach Perspektive seine Anmutung: Seine Flächen entfalten ein changierendes Spannungsfeld, in dem sich Rhythmen und Linien aus jedem Blickwinkel neu lesen lassen. Die Vollholzplatte ergänzt dieses Spiel nicht durch Massivität, sondern durch Präzision: Die stark abgeschrägte Schweizer Kante verleiht dem eigentlich schweren, massiven Naturmaterial eine visuelle Leichtigkeit.
In diesem Dialog, artikulieren beide Materialien ihre Identität neu: Nicht als statische Körper, sondern als prägende Elemente einer Komposition, die konstruktive Präzision mit der Idee einer organisch-fließenden Bewegung verbindet.
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Maona eröffnet vielfältige Konfigurationen über drei klar definierte Grundformen: eine runde Platte, ein rechteckiges Format und eine sanft gestreckte Bootsform. Alle Varianten tragen die markante Schweizer Kante und sind in fünf Massivholzarten realisierbar – von naturbelassener oder weiß geölter Eiche über tief gebürstete „Eiche Schwarz“ und das mineralisch anmutende „Eiche Meteor“ bis hin zu edlem amerikanischem Nussbaum.
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Die rechteckige Platte und die Bootsform bieten eine feingliedrige Skalierbarkeit von 200 bis 320 Zentimetern, jeweils in 20-Zentimeter- Schritten. Ab 260 Zentimetern erhöht sich die Plattenstärke konstruktiv auf 34 Millimeter, bleibt jedoch elegant proportioniert. Der runde Tisch besitzt einen Durchmesser von 130 Zentimetern und setzt eine kompakte, kommunikative Mitte. Das Stahlgestell ist in zwei Lackfarben erhältlich: Black Onyx, ein fein strukturierter Pulverlack mit dezent metallischen Pigmenten, sowie Indian Brown, ein warmer Braunton mit goldenen Glimmerpartikeln. Durch diese Konfigurationsvielfalt lässt sich Maona präzise in unterschiedlichste Räume einplanen und avanciert so zum zentralen sozialen Dreh- und Angelpunkt.
Was uns an Vollholz so fasziniert, ist seine Einzigartigkeit, Wertigkeit, Tiefe und spürbare Authentizität. In einer kleinen Manufaktur gefertigt, entsteht jedes Stück aus sorgfältig ausgewählten europäischen und amerikanischen Edelhölzern, deren Bohlen nicht nur geprüft, sondern nach Maserung sortiert werden. Erst dann beginnt die handwerkliche Verarbeitung: Präzise, aufmerksam und mit Respekt vor dem gewachsenen Material. Die Maserung wird zum Fingerabdruck, unverwechselbar und einzigartig. Diese handwerkliche Nähe passt zu Bretz wie selbstverständlich. Denn auch hier fließen Design, Handwerk und Herzblut untrennbar zusammen. Vollholz verlangt Erfahrung und Zeit – Qualitäten, die in jedem Bretz-Entwurf mitschwingen. Sowohl Holz als auch Velours entfalten ihre Qualität erst durch sorgfältige Verarbeitung, durch handwerkliche Präzision und einen kreativen Umgang mit dem Material.
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Ein Tisch wie ein architektonisches Statement. Organisch fließende Linien treffen auf geometrische Klarheit und vereinen Bewegung und Ruhe in einer ausbalancierten Form, die sich mit jedem Blickwinkel neu entfaltet. Gefertigt aus europäischem Vollholz, trägt Maona die Zeit und Authentizität des Materials sichtbar in sich.
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